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Am Freitag ging es los nach Paderborn mit dem Evij-Light. Ich hatte nur leichtes Gepäck: Zelt; Schlafsack;ISO-Matte;Kleidung für zwei Tage;Werkzeug; Kleinkram. Tags zuvor baute ich noch den Gepäckträger an das Rad.ich fuhr um 9:30 Uhr los, konnte aber schon nach 5 km umdrehen, denn ich vergaß das Geld mitzunehmen. Also die eigentliche Abfahrt war um 10 Uhr.
In Oldenburg merkte ich, das mein Hinterrad am Gepäckträger schliff. Hatte ich da was vergessen ? Aber ein Kontrolle brachte das Dilemma zum Vorschein: Die Sitzstreben verbogen sich unter der last des Gepäckträgers und meines Gewichtes.. Erstens war der Träger oberhalb der zweiten Befestigung der Sitzstreben angebracht, und zweitens war mein Sitz vorne nicht mit dem Rahmen verbunden, sondern lag nur locker auf dem Rad. Also zum Baumarkt(OL-Wechloy), aber das kannte ich ja schon vom 300er Brevet 2007 . Ich kaufte eine Gewindestange , eine Säge und Muttern. So konnte ich die Trägerstreben mit der oberen Schraube der Sitzstreben verbinden und verringerte dadurch die Kräfte auf den Teil der Streben. Um 12:00 Uhr fuhr ich dann weiter Richtung Alhorn. Das Wetter war recht angenehm (19°C, leicht bewölkt). Mit dem Rad macht es schon Spaß zu fahren. Über Vechta, Diepholz, am Dümmer See vorbei nach Preu. Oldendorf. Jetzt kam die erste Hügelkette(Wiehengebierge) nach Bünde. Entweder war ich besser trainiert, oder das Rad ist für mich doch leichter. Der Tacho fiel nicht unter 22 km/h, trotz des Gepäcks. In Bünde erst mal eine Kaffee-Pause, dann über Enger, zwischen Herford und Bielefeld an das Eggegebierge. Hier über Oerlinghausen, kam die höchste Stelle (262m) der Hintour. Der Aufstieg begann mit einem kurzen aber heftigen Schauer, in deren Folge ich die Regenjacke überzog. Nach dem Scheitelpung und inmitten einer schnellen Abfahrt (60-65 km/h) wieder ein kurzer aber heftiger Schauer. Zum Glück ließ ich sie Jacke an, so das ich nicht erfror. In Stukenbrock angekommen war der Spuk auch schon wieder vorbei. Jetzt die letzten 40 km gemütlich nach Paderborn, aber nichts da.Die Fahrt bei leichtem Gefälle wurde immer wieder durch das Überspringen der Kette unterbrochen. War es die Kette ? Es fühlte sich eher wie eine gebrochene Sperrkinke an. Nicht zu diese Zeitpunkt, so kurz vor dem Ziel und noch vor den Rennen. Ich fuhr erstmal um möglichst weit in Richtung Paderborn zu kommen. Dann kurz vor Hövelhof an den Bahnschienen ein kleiner Knall aus der Richtung Kette und ich sah eine Lücke in der Selben, die da nicht hingehörte. Das verursachte also das Springen der Kette. Jetzt rentierte es sich, das ich immer das notwendige Werkzeug mit schleppe. Ich holte den Kettennieter raus und entferne das defekte Glied und fügte die Kette wieder zusammen. Es konnte weitergehen. Um 21:30 Uhr kam ich auf dem Zeltplatz am Lippsee an. Es war keiner da, aber es hing ein Zettel mit einer Telefonnummer am Tor. Flux angerufen und Armin war am anderen Ende. Sie waren schon bei der Pizzeria. Ich wusste noch ungefähr wo das war und fuhr hin. Dort angekommen traf ich auf Armin, Daniel, Kurt, Heidi und Martin, Heinz und Uli. Nach dem Essen fuhren wir gemeinsam zum Zeltpaltz zurück und ich machte es mir auf dem Dachboden des Versorgungshauses gemütlich. Daniel zeigte uns noch seine Veränderungen an seinem Go-One und so langsam ging es dann zur Nachtruhe.
 Samstag morgen fing der Tag mit einer Dusche an und gleich danach stand der Besuch eines Supermarktes für die Versorgung der nächsten Tage an. Nach dem kurzen aber gemütlichen Frühstück fuhr ich zur Strecke in die Milchstraße. Hier war schon allerlei Hektik und die Straße schon für das Jedermann-Rennen gesperrt. Zu bestaunen gab es wider einige Räder wie das Pappelholzrad aus Lüneburg , Martins verzinkter Zaunpfahl, Christian auf seinem Altagsrad(ZOX26), die beiden Carbonräder von Lars, wobei eines Matthias fuhr. Alles in allem schön wieder alte und neue Gesichter zu sehen. Auch Nils und Björn aus Hamburg mit ihren Effendis waren dabei. Um 10:30 Uhr starteten wir dann mit 10 Liegern und einem RRler das Jedermanrennen. Kurz und heftig mit meinem 35er Schnitt 3 Runden. Aber irgendwie war die Luft raus, die 230 km vom Vortag ? Der Puls lag eindeutig zu hoch. Die Bilder vom Rennen hatte Martin gemacht, Beim 50km- Rennen das selbe Bild die Bentlages waren so nett mit mir eine Gruppe zu bilden so das wir im 2-1er Rhythmus die Führung wechselten. Aber ich war anderes gewohnt. Bei der CV kam ich bei der Stunde auf einen 37er Schnitt und das mit einem schwereren Rad und ohne Windschatten. Beim nachfolgenden Sprint über 400 Meter, auch nicht besser 48 km/h. 2007 kam ich über 50 km/h. Was war los. Die Anfahrt. konnte es nicht sein, die war sogar noch leichter als die Male davor. Trotzdem war eine schöne Veranstaltung. Die Ergebnisse sind hier 10km 50km und 400m . Für die weiteste Anfahrt mit dem Rad bekam ich noch eine Urkunde und einen Preis. Zuerst nahm ich das Fahrradschloss, aber bei dem Gewicht kamen mir bedenke es die ganze Rückfahrt mit zu schleppen und entschied mich für einen Fahrradhelm Abends wurde noch gegrillt. Daniel zeigte hier noch spontan wie er auch andere Räder fahren konnte. Und ein Bekannter vor Ort fuhr mit im noch auf dem Zox Duo von Heidi und Martin. Ein vorbeikomener Radfahrer hatte einen Platten und er wurde von 6 "Experten" oder wie heißen die Römischen Ärzte ? wohlwollend versorgt :)
Sonntag morgen dann die Heimreise nach Varel. Ein ausgiebiges Frühstück danach fingen die Beteiligten auch schon an den Laden aufzuräumen. Um 10:30 Uhr ging es für mich Richtung Heimat. Vorher probierte Daniel noch meinen voll bepackten Lieger aus, ich gab ihm noch den Hinweis nicht voll in die Pedale zu treten, aus angst, er könnte meine Sitzstreben vollends verbiegen.
Über Hövelhof, Stukenbrock zu ersten nennenswerten Steigung, es wurde schwieriger, aber durchaus machbar. Zum ersten mal mußte ich auf 39er Kettenblatt. Was mich aber wirklich beunruhigte waren die Knackgeräusche aus Richtung Antrieb. Die Hügel waren geschafft, zeigte Fahrradausflüglern noch den richtigen Weg, erster Stop kurz nach Bielefeld. Ich rutsche merklich in den Sitz und die Neigung wurde flacher. Die Sitzstreben gaben nach ?!. Nein aber die Sitzhalterung lockerte sich und der Sitz schob sich in Richtung Hauptrohr. Mit ein paar Kabelbindern wurde der Sitz fixiert. In Bünde wieder eine Kaffee-Pause und rüber über das Wiehengebirge nach Preus. Oldendorf, auch hier fiel die Tachoanzeige nicht unter 20 km/h, aber die Knackgeräusche wurden lauter. Hmm außer Pinkeln, keine Pause mehr. So weit wie möglich mit dem Rad in Richtung Heimat kommen. In Vechta bemerkte ich was da so knackte. Die Umlenkrolle im Zugtrum fing an zu schlackern. Ein Lager defekt.? Oder sogar beide ? Egal, ankommen war jetzt wichtig. Also locker mit 25 km/h nach Oldenburg.. Um 21:00 Uhr war ich dann zu hause. Eine kurze Kontrolle zeigte dann die arg verbogenen Sitzstreben an deren Innenseiten sich schon Beulen gebildet hatten. Die Tour hat wieder Spaß gemacht. Ein gutes Training und ein weiterer Praxistest für das neue Rad.

Donnerstag(dazwischen lag eine Auslandsreise) kam die Analyse und Schadensbehebung.Die Ursache des defekten Lagers der Umlenkrolle war das fehlende Distanzrohr zwischen den beiden Lagern, so das das äußere Lager durch die Schraube stark vorgespannt wurde. Letztendlich hatte sich das Lager dadurch langsam aufgelöst. Das war wohl der Hauptgrund meiner fehlenden Leistung, das ist wie mit angezogener Handbremse fahren. Die Sitzstreben(15x15x1) ersetzte ich durch neue mit den Maßen 30x10x1 und die M8 Schrauben waren dieses Mal von 10x1 Rohren umgeben. Auch vorne wurde der Sitz mittels zweier angeschweißter Flachstähle mit dem Rahmen verschraubt  Fotos -> Bildergalerie GPS-Track - > www.gpsies.com |