Das Liegerad


Brevet 400km Rund um den Harz 2009 | Drucken |
Geschrieben von Joachim Janssen   
Sunday, 07 June 2009

Das Brevet war eine extrem feuchte Angelegenheit.

Gestartet mit 7 Personen brach die einzige Frau nach der Zweiten Kontrolle ab.

Kurz vor dem Start Kurz nach dem Start (km6) Björn(Efendi) hatte nach ca 5 km eine gebrochene Speiche am Vorderrad. Wir hielten an und er reparierte provisorisch den defekt, indem er die Speiche mit Tape fixierte und das Rad neu ausrichtete. Die anderen Vier fuhren weiter.
Mit erhöhtem Tempo fuhren wir weiter. Mit einigen kleinen Navigationsproblemen(Björn testet gerade ein GPSe) fuhren wir zur ersten Kontrolle. Dort angekommen(Seesen 56km), sagte die Angestellte, die Anderen wären schon vor einer viertel Stunde weitergefahren. Weiter ging es die Ersten nennenswerten Steigungen würden noch kommen.

Kontrolle 1 Seesen nach weiteren 50 km(bei Teistungen) ließ ich Björn ziehen, er hatte ein leichteres Rad und auch der stärkere Fahrer. würden wir weiter zusammenfahren, wäre er unterfordert(frieren) und ich überfordert(Leistungseinbruch, der sich auch schon ankündigte.) Nun war ich auf mich gestellt, konnte aber auch mein Tempo fahren. Zudem hatte ich auch etwas mehr eingepackt (Wechselkleidung, Werkzeug, Ersatzlicht) zudem probierte ich ein Biospace Kettenblatt(42er) aus. Für die weiteren 50km zu K2 in Mühlhausen benötigte ich dann auch etwas mehr als 2 Stunden. In der Zwischenzeit fing es auch an zu Regnen und hier an der Kontrolle wechselte ich die Hose, weil ich die Beinlinge vergas. :(
Weiter ging es nach Eisenach, dazwischen war eine Abfahrt kurz vor Nazza, die es in ich hatte, mehr als 35 war Aufgrund des mit Schlaglöchern übersäten Belag nicht drin. Aufgrund der Hügeligen Landschaft, war ich froh über den Niesel/Regen, der einen angenehm während des Anstieges kühlte. Die Abfahrt war dagegen gemischt, den ich kühlte leicht aus, wenn ich nicht mittrat, was aber bei teilweise 60-70 km/h bei Nässe gefährlich sein kann ;).
Kontrolle 3 Eisenach (Motorroller Oltimer) An der Kontrolle 3(189km) sagte mir die Angestellte, daß Björn schon vor einer Stunde da war und das die Frau abgebrochen hatte. (1 Stunde auf 120 km. eine gute Leistung.) Jetzt kamen die Hügel , die man nur bemerkt, weil man denkt, man hat einen Schleicher im Reifen. Aber neee, das Rad ist OK ! Der regen ließ nach und ich konnte die Regenjacke ausziehen.
Kurz vor Bad Langensalza erwische mich ein Schlagregen, der mich innerhalb einer Minute durchnässte. Ich wechselte nachdem ich einen Unterstand fand die Kleidung, verfuhr mich nach dem Ort, kam aber nach 30 km wieder auf die ursprüngliche Strecke. Hier machte es keinen Unterschied, welche Weg man benutzte, alles durchsetzt mit diesen fiesen Hügeln. Erfreulich war das Biospace Kettenblatt, weil trotz der Entfaltung von 2 Metern, kam ich die Steigungen (zwischen 6-10%) erfreulich gut hoch. Nur die Trittfrequenz war manchmal etwas zu niedrig(60-70 upm) Nach der 4 Kontrolle in Sondershausen(253km) wurde es langsam Dunkel, ich hatte aber immer noch einen Zeitpuffer von gut 4 Stunden.Alos nahm ich hier eine Mütze Schlaf, um nicht der einsamen Gegend die noch kam einen Fahrfehler  zu begehen. Nachdem der Kyfhäuser uberwunden war konnten die nächsten flachen 25 km mit ca. 30-32 km/h gefahren werden. In Sangershausen war da die letzte Kontrolle(293km) vor den Hügeln. Christian hatte hier noch 500 hm mehr Eingebaut als beim letzten Mal. Die erste Steigung 200hm war dann auch nicht ohne und die nächsten 30 km ging das nur so auf und ab. Jedes Dorf inkl. Bach lag im Tal und wurde durch eine Berg/Hügel getrennt.
Kurt vor Meisdorf der GAU, mein Licht fiel aus. Dynamo/Leitung ? keine Ahnung, also die Batteriefunzeln angeklemmt und weitergefahren. Natürlich waren die kein Vergleich zu einem IQ, die Durchschnittsgeschwindigkeit sank und die Konzentration stieg. nach 2 Stunden kam endlich die Morgendämmerung, und damit die Helligkeit. Fies war noch der Aufstieg nach Blakengung, in der Gewohnheit, das Dorf liegt im Tal, war es doch deprimierend in der Erwartung die Abfahrt zu genießen, weiter hochzufahren als wenn kein Ende kam. Erst als ich das Ortsschild sah, fiel der Groschen :(.
Nach Blanckenburg war das Gelände nur noch wellig . Um 7:44 Uhr hohlte ich den letzten Stempel in der Polizei von Wolfenbüttel.
Ich war 4 Stunden schneller als beim letzten Mal, trotz der 500 hm mehr. Hauptsächlich Das Rad im Ziel vergeudet durch  Pausen. Dieses Kontrollkarte Mal betrug die Fahrzeit 19:32 Stunden also ca 5 Stunden Pausen, 3 Stunden schneller als 2007(22:37). Die Topologie und das Wetter erinnerten mich Stark an PBP, nur der Wind war im Harz stärker und die Temperatur niedriger (8-12° gefühlt bis 3°)

Die Jungs bei Christian hatten gerade angefangen zu frühstücken, ich kam also Rechtzeitig an Laughing

 

Getrunken hatte ich 2 l MaltoMischung, an jeder Kontrolle einen Kaffee und zuletzt 0,5 l Cola. Gegessen: 6 Bananen, 200g Weingummi, 3 Scheiben Brot, eine Fikadelle und einen Liter Milch(auf ex)

 

 

 

 

Der GPS-Track -> www.GPSies.com

 

51 km Seesen

153 km Mühlhausen

187  km Eisenach

256 km Sondershausen

293 km Sangershausen

422 km Wolfenbüttel

 

Fahrzeit 19:32 Std

Grsamtzeit 24:44 Std

3563 Höhenmeter

 

PS: Die Entfaltung muß ich etwas nach unten erweitern (1,6-1,5m) und beim 600er am Wochenende werde ich etwas weniger Gepäck mitnehmen.

Letzte Aktualisierung ( Friday, 12 June 2009 )
 
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