Das Liegerad


Brevet 600km Weserbergland Siegburg Weserbergland 2009 | Drucken |
Geschrieben von Joachim Janssen   
Monday, 15 June 2009

Am 13 und 14. Juni fand das 600 km Brevet im Weserbergland(Großenwieden) Bei Uwe Krohne statt.

Kettenblatt Dieses Mal wieder als Gemeinschaftsveranstaltung mit Rainer Paffrath aus Brühl(Köln). Zeitgleich wurde gestartet und ein großer Teil der abzufahrenen Strecke war identisch, aber dazu später mehr. In Großwieden starteten 11 Fahrer, in Brühl ca. 30 inkl. 2 Liegeradfahrer, in Brühl Hajo und ich im Weserbergland.

Für die Tour hatte ich mich entsprechend vorbereitet. Als Schlafsack diente eine Rettungsdecke(ALU) und ich nahm nur 1,5 Taschen Gepäck mit, alles hinter mir auf dem Gepäckträger verstaut. Das Werkzeug war in einer wassedichten Tasche im Dreieck zwischen Sitz, Streben und Rehmen montiert. die Luftpumpe passte dabei genau zwischen die Sitzstreben :). Bezüglich der Übersetzung habe ich in Anbetracht der kommenden Höhenmeter einiges angepasst. vorne Dreifachkurbel mit 52/38/30 und hinten 9fach Kranz mit 32/28/23/19/16/14/13/12/11 . So hatte ich nach unten 1,42 Meter Entfaltung(30/32) für die Steigungen und konnte bis ca 45 km/h mittreten bei 52/11 aber da hatte ich mir vorgenommen, lieber auszurollen um mich zu erhohlen. Genug der Technik. Das Wetter sollte "hervorragend" werden, was ich nicht so gut finde, bin eher ein für gemäßigtes Wetter

Biketransport Ich fuhr um 5:30 Uhr auf den Hof von Uwe. Nach der Anmeldung und dem Vorbereiten der Aussrüstung, bemerke ich, daß mein HAC4 keine Geschwindigkeit anzeigte, Batterie verbraucht ? Uwe hatte zum Grück ersatz für die 12V Batterie im Geschwindigkeits-Sensor/Sender, aber der Tacho wollte trotzdem nicht, als dann ohne Aufzeichnung los. Einer der Fahrer, Manfred kam auch zweirädrig zum Startort. Uwe hielt eine kurze Ansprache, in der er erwähne, das der Wendepunkt nicht in Brühl lag, sondern weiter südöstlich in Siegburg, um uns die Fahrt durch Köln zu ersparen.

Der Start Um 6:10 Uhr gings entlag der Weser Richtung Vlotho zur ersten Kontrolle(km29) und Weserquerung. Mein GPSe wollte nicht richtig synchonisieren und zeigte wirres Zeug an. Nach zwei Neustarts funktionierte er dann und das bis zum Ende der Tour. Nach Vlotho und vor den ersten Hüglen meldete sich dann das GPSe nochmal, "Akku Leer", OK, die waren aber leider ganz unten in der Tasche :(. Ich hätte den anderen jetzt sowieso nicht mehr folgen können, auch weil die erste Steigung doch arg steil(10%) war. Von nun an ging es alleine weiter. Aber hier merke ich schon, das meine Übersetzung richig gewählt war. Über die Hügel bei Talle fuhr ich nach dem Track, den ich aus dem Internet herunter lud und für mein Gerät in 8 Routen teilte. Doch eine Baustelle sogte gleich für meinen ersten Umweg(3 km), ab jetzt verglich ich den Track immer mit dem Streckenplan. Nach Oerlinghausen ging es in die ca 70km lange Flachetappe zur Altstadt Rietberg Zweiten Kontrolle in Soest. Die Temperaturen bewegen sich in Richtung 20°, doach der Seitenwind sorge dafür , daß ich hier mit 'nem 30er Schnitt langbrettern konnte. Ich hatte druch den Umweg bei Lieme, der auch noch über eine baustellenbedigt aufgerissene Straße führte genug Zeit verloren. Zu erwähnen war hier noch die schöne Altstadt in Rietberg.

Hajo Um kurz nach 12 Uhr kam ich über den Feldweg and die Kontrolle/Autobahnraststätte südlich von Soest. Autobahnraststätten sind teuer, also kein Nachfüllen, auch weil mein Tank(MaltoMix) noch gut gefüllt und die nächste Kontrolle "nur 30 Km" entfernt war. Hier kündigten sich auch die ersten "richigen" Hügel an und ich traf Hajo aus Köln, der mit einer schnellen Truppe unterweg war. Ein kurzer Schnack und er war auch wieder weg um seine Gruppe zu erreichen. Entlag des Möhnesees und des Arnsberger Waldes war ich dann auch schon an der dritten Kontrolle in Neheim. Fürwiggetalsperre

Kölner Brevetfahrer an der Kontrolle Neheim Hier einen Kaffee geschlürft und einige Kölner getroffen, auch Harald, den ich 2007 in Frankreich kennen lernte. Nun fuhr ich in die Hügel, das Höhenprofil zeige, bis Meinerzhagen nur Quälerei, so war es dann auch für die 60 km benötigte ich 4 Stunden immer wieder rauf und runter, vor Plettenberg sah ich das Schild 14% abwärts 4km lang und dachte, hier mußt Du wieder hoch Frown. Ach Ja, meine Bremsscheibe lief bei dieser Aktion vedächtig blau an. Tröstlich war, daß die Bäume genug Schatten spendeten um nicht vollig in Schweiß aufzugehen und daß meine Übersetzung richig gewählt war. Ich fuhr teilweise nur 7-9 km/h, aber mit bestimmt einer 80er Trittfequenz. Außerdem entschädigte der Genuß der Landschaft ein wenig.Ich akm an Zwei Talsperren vorbei, die Oestertalsperre(leichte Steigung) und Fürwiggetalsperre (Ich fuhr über eine Brücke, von der Landstraße ihn eine Seitenstraße und kurbelte ich die Serpentienen hoch).

In Meinerzhagen angekommen tankte ich erstmal bei einem Discounter auf. Die folgende Etappe nach Siegburg war fast nur noch bergab, auch hier traf ich noch 1-2 versprengte Kölner und den Japaner mit seinem Delite von B&M, der mir noch vom 300er in Hamburg bekannt war. Ab Lindar war nun auch der Track nutzlos, denn es ging jetz weiter in Richtung Süd-West. Vor Hohkeppel noch eine knackige Steigung >10% um dann recht wellig nach Lohmar und Siegburg in den Süden zu rollen. Hier hatte ich mit dem Lieger einen echten Vorteil, den die Hügel waren langgezogen, so kam ich auf den Kuppen nie unter 25 km/h.

In Siegburg(km290) hatte ich noch einen Zeitpuffer von 3:40 Std und das nach 3000 hm. So langsam wurde es Dunkel und Zeit das Licht einzuschalten. Beim letzten Brevet hat's einen IQ und ein Toplight Aufgrund der schnellen Abfahrten spannungstechnisch zerlegt, daher fuhr ich während es Tages ohne Licht und in der Nacht keine 79 Sachen eine Abfahrt herab in einem unbekannet Terain. Für die Nacht stand auch der Kleidungswechsel an. Zurück nach Lohmar dann Richtung Osten. Jetzt war navigieren nach dem Streckenplan angeagt, den von der Gegend um Olpe fehte mir die entspechende Kachel im GPSe, ich wußte ja nicht das wir so weit in den Süden geschickt wurden. Ich suchte mir in der Offlineversion der Wikipedia auf meinem Palm die Koordinaten einiger Dörfer die auf dem Streckenplan standen, erstellte Wegpunkte und verband sie zu einer Route, so hatte mindesten eine Überblick ob es noch in die richige Richtung ging. In Volkentath genehmigte ich mir erstmal eine Stunde Schlaf in einem Buswarehaus. Es funktioniere ganz gut mit der ALU-Decke, aber ich mußte schnell wieder losfahren, sonst wurde es kalt, weil die Decke ja keine Flüssigkeit aufnehmen konnte und auch die Selbige davon abhielt aus den Klamotten in die Umgebung zu entweichen, entspechend feucht war die Kleidung. Bei Hecke/Geislingen fuhr ich in ein Loch mitten in der Straße(eher asphaltierter Feldweg) der ein GPSs auf die Straße schleuderte und die Akkus auf dem Weg verstreute. nachdem ich das Gerät mit frischen Zellen versorgte, konnte ich die verloren gegangenen Zellen auf der Straße wiederfinden und weiterfahren. Die Felge hat zum Glück nichts weiter abbekommen. Nach ettlichen Hügeln und einigen Schlenkern kam ich um 3:36 Uhr in Drolshagen an.

Was Steht auf diesem Schild ? Sonnenaufgang Ich beantwortete die Frage auf dem Kontrollheft und fuhr weiter in Richtung Neheim zu nächsten Kontrolle. 60 km und bestimmt nicht wenige Höhenmeter lagen vor mir. gegen 5 Uhr sah ich dann die Sonne über den Hügeln aufgehen, ein schöner Anblick, wie auch die ganze Natur um einem herum schön anzuschauen war. Ich fuhr durch das Ebbegebirge und hier mußten einige Höhenmeter überwunden werden. und da war ja auch noch die 14% Secke direkt nach Plattenberg und noch vor der Kontrolle in Neheim. Um kurz vor 6 Uhr an der Oestertalsperre sah ich dann Hajo mit zwei Mitstreitern an mir vorbeiziehen. Eine schnelle Abfahr nach Plettenberg,ene kurze Pause, die Schuhe auszuziehen und um Kraft zu tanken, widererwarten kam ich den 14% Abschnitt sehr gut hoch (mit 1,4m Entfaltung kein Wunder ;)) Es war für 8 Uhr recht warm (18°) aber die Bäume spendeten genug Schatten. Nachdem ich Berg überwand, wechselte ich die Kleindung wieder in Richtung warm.

40 min Später kam ich auch schon an der Kontrolle in Neheim an, traf noch einen Fahrer, der in Richtug Köln unterwegs war. Der Kaffee hier wurde mir von der Angestelltin spendiert, auch weil der Automat kaputt war. Jetzt noch die 30 km nach Soest zur vorletzten Kontrolle. nach nur einer Stunde war ich auch schon an der Autobahnrastätte, denn die Strecke von Neheim nach Soest hatte Gefälle oder nur leichte Steigungen, so das locker ein 30er Schnitt drin war ohne sich auszupowern.

In Soest taf ich zuerst Manfred, und dann den Fahrer mit der Rohloffnabe(Lars "moffa"), den ich auf der Flachetappe noch öffter treffen würde. 2:40 Std Puffer und flaches Gelände bedeuteten, daß ich bequem ohne Stress ind Großwieden ankommen würde. Nach einem kurzen Tankstop in Soest an einer "normalen" Tankstelle fur ich mit 27 km/h über die Ebene, die 500 km und über 5000 hm in den Beinen hatte Spuren hinterlassen. Ab Rietberg fing es an zu Regnen(leicht) und kurz vor Schloß Holte, bemerke ich , das ich meinenStreckenplan verloren hatte. ich wartette auf den Fahrer mit der Rohloff um mit im mitzufahren. Er konnte mir aber einen ersatzplan zur Verfügung stellen, so das wir unabhängiger von einander waren. Glück gehabt. Nach Oerlinghausen fuhr ich rauf nach Talle. Hier noch eine letzte halbe Stunde Schlaf um dann noch den kleinen Umweg über Extertal nach Rott zu machen. Die Kuppe erreicht beantwortete ich die Frage, und bermste mich die 18% Straße(Am Hang) nach Friedrichswald herunter um weiter über die Weserbücke in Hess. Oldendorf und dem Weserradweg nach Großenwieden zu fahren. um 18:29 kam ich dan bei Uwe an. Manfred packte gerade Fahrrad auf sein Motorradanhänger.

Kontrollkarte Porta Westfalica Nach zwei Teller Brühe(lecker), zwei Tassen Kaffee, zwei Gläser Cola zwei Stücken Kuche(inkl. Schnack mit Uwe) und einer heißen Dusche macht ich mich auf dem Weg zur nächste Tankstelle. An der B61 bei Minden schlief ich erstmal bis 4 Uhr morgens, um dann um 6 Uhr zu hause anzukommen.

 

 

619,99 km gefahren

29:35 Std Neto

36:30 Std Brutto

!!! 6350 hm

Gegessen umd Getrunken: 12 Bananen 3x1,5 l Maltomix, 3 Brötchen 6 Kaffee, eine Fikadelle, 400g Weingummi, 1 Liter Milch, 1 500g FLA-Jogourt, 6 Brote, 1 l Cola

Der Track auf www.gpsies.com

Bilder bei den Weserbergland-Ranndoneuren

Letzte Aktualisierung ( Monday, 29 March 2010 )
 
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