Das Liegerad


Brevet 200 km Um die Schlei Kiel 27.10.2010 | Drucken |
Geschrieben von Joachim Janssen   
Tuesday, 30 March 2010

Hallo anbei mein Bericht vom Brevet 200 km Um die Schlei  Kiel 27.10.2009.

Ich fange am Freitag an, da ich stilgerecht auch mit dem Rad anreiste.

Freitag

Eigentlich wollte ich ja schon um 9 Uhr losfahren, ein Einsatz am Vorabend und der dadurch nicht durchgeführte Einkauf, verschob den Start auf 10:30 Uhr.
Als Vorbereitung auf das Brevet hatte ich nur die Vorderradbremse vollständig getauscht (Scheibe, Bremskörper und Beläge) um nicht wieder die selben Probleme zu bekommen wie im Jahr davor. ;) und anstatt des Holzsitzes einen GFK-Sitz montiert.. An Kleidung nahm ich 3 Sätze mit(Aufgrund der Wetterankündigung), einer wurde getragen, zwei eingepackt.
Werkzeug und Ersatzmaterial führe ich nicht nur bei Brevets mit, sondern immer, daher musste ich dahingehend nichts anpassen. Den Schlafsack hatte ich noch mit, da ich bei Felix Hertleins(Spreehertie) Eltern übernachten konnte. Mit Felix und Christoph Moder wollte ich mich in Glückstadt treffen.

Es ging Richtung Weser zur Fähre Blexen/Bremerhaven. Das Wetter war noch sonnig und der Wind kam aus dem Norden, also nix mit Rückenwind, nach 45 km und 1:30 Stunden Fahrt setzte ich nach Bremerhaven über. Von hier aus ging es durch die Stadt in Richtung Bad Bederkesa. Das Cuxland ist nicht gerade hügelig, aber auch nicht flach, daher machte sich das Gepäck schon bemerkbar, auch weil ich immer noch mit 'nem 32 Schnitt unterwegs war. Nach 70 km las ich meine SMS und meldete mich bei Felix, das ich um ca. 16:00 Uhr die Elbe passiert hätte. Die Beiden machten gerade eine Radtour nach Rendsburg, eine Banane und etwas Brot und ich fuhr weiter zur Elbe. Um 15:10 Uhr erreichte ich die Elbfähre und konnte 5 min später auch schon auf die selbige fahren. Es setzte leichter Nieselregen ein. Nach der Überfahrt fuhr ich über den Elbdeich in die Altstadt von Glückstadt, dort, mittem im Zentrum, warteten Christoph und Felix schon in einem Cafe auf mich.

Beide waren schon am Vortag mit dem ICE angereist und hatten vollgefederte, faltbare Carbonkurzlieger dabei. Sie bauten diese, von Martin Schröferl entwickelten Räder,  mit seiner Unterstützun nach. Wir fuhren gleich los in Richtung Bad Bramstedt zu Felix Eltern. Auf den Kopfasteinpflaster und den Radwegen konnte ich mich gleich von den positiven eigenschafen der Räder überzeugen, denn den Beiden macht die Fahrt darüber, im Gegensatz zu mir(Frontantrieb) nichts aus, nur das Bollern der Radverkleidung, gerade bei Felix Rad war schon etwas nervig. Die Fahrt über die nassen Radwegen und dem noch nicht vollständig entfernten Split darauf, derer ich mich nach kurzer Zeit dann doch entzog (um auf die Straße zu wechseln), forderte dann ca. 8 km vor Bad Bramstedt ihren Tribut. Christoph hatte einen Platten am Hinterrad und das bei einem 200km alten Marathon Racer (wobei der Reifen nicht gerade durch seine Pannenresistenz bekannt ist, aber dazu später mehr.) Nach dem Flicken und einigen gefahrenen Kilometern, wieder die Luft raus, da das Ziel für heute nicht mehr weit entfernt war pumpte er den Reifen auf und fuhr schon mal voraus. Er hatte ja nur leichtes Gepäck dabei, ich dahingegen war mehr ein Schwerlasttransporter, denn die Faltlieger wogen nur ca. 10 kg. Zudem mußte er vor der einsetzenden Dunkelheit ankommen, weil sich in seinem Lichtsystem ein Kurzschluß oder Wackelkontakt befand.  Felix fuhr mit mir zusammen nach Bad Bramstedt, da er mich direkt zum Haus seiner Eltern führen konnte. In die Plauderei vertieft, verfuhren wir uns noch einmal (verpassten eine Abbiegung) so daß wir wenden mußten. Angekommen verstauten wir die Räder im Schuppen, wobei Christoph seins zum Prüfen der Lichtanlage und des Hinterrades mit in den Keller des Hauses nahm. Nach einer Dusche gab es noch Nudel, mit ganz leckerer Soße, jetzt fing es richtig an zu schütten(puh, Glück gehabt.) Der Schlauch wurde geflickt und das Problem der Lichtanlage war schnell gefunden. Eine Lötstelle wurde nicht beidseitig entlastet, so das die Litze aufgrund der Bewegung der Federung abknicken konnte und zuletzt abbrach. Die Sachen wurden für den nächsten Morgen gepackt, da es mit dem Rad nach Kiel(58 km) gehen sollte.

173 km, 5:57 Std Fahrzeit 8:12 Std Gesamtzeit

Samstag

Um 4:30 Uhr war die Nacht zu Ende. Mit Katzenwäsche und ohne Frühstück fuhren wir um 5:00 Uhr nach Kiel, das sollten wir in ca. 60 - 70 min schaffen, genug Zeit um noch zu Frühstücken und die Startunterlagen abzuholen. Es war kühl aber trocken und es ging auch gleich flott los mit ca. 30-32 km/h, ein kleiner Schlenker in Neumünster und wir befanden uns auf der Landstraße nach Bordesholm. Auf der Höhe vom Einfelder See war Christoph verschwunden. Felix hörte mich nicht, also fuhr ich zurück. Siehe Da er hatte wieder einen Platten. Ich suchte den Mantel nach dem Einstich ab, während Christop den Schlauch flickte. Es war ein spitzer Stein. zu guter Letzt zerbrach auch noch seine Pumpe, so das ich ihm meine zur Verfügung stellte. Es ging weiter durch Bordesholm, Rotenhahn und den letzten Teil der Brevetroute über Flintbek, von Felix keine Spur, aber wird dachten, das er schon mal vor fuhr um uns anzumelden. Direkt hinter Flintbek dann wieder ein Stop von Christoph, wie nicht anderes zu erwarten war die Luft aus dem Reifen.

Ich hinterließ ihm die Pumpe und fuhr alleine zum Start, denn noch mal wollte ich nicht zu spät am Start erscheinen, erklärte ihm aber noch, dass er dem Brevettrack folgen sollte. Am Ruderheim angekommen war hier schon Hochbetrieb und ich holte meine Startunterlagen und traf einige bekannte Gesichter und auch Felix wieder. Draußen fanden sich auch Michael(Veloraptor), Sabrina(Baerlin), Heiko(heiko) und (runwithdog)  ein. Armin Qunate z.B. wollte das Brevet mit einer Fixe bestreiten. Felix und ich wollten auf Christoph warten, aber er schaffte es noch bis zum Start.

Nach einer kurzen Ansprache von Stefan(Route/Gefahren/Radrennen am Aschberg) ging es los. Mit ca. 40 Fahrern forsch durch die Innenstadt, doch schon an der ersten Ampel verloren wir Heiko und runwithdog, weil sie die rote Ampel, trotz Gruppe beachteten. Eine Baustelle gab es zu umfahren, hier kam auch Michael mit seinem Mango gut durch. Nach der Kanalbrücke im Norden von Kiel hatte sich Christoph verbremst und landete auf dem Rasen, weil er die Abfahrt zu schnell fuhr um noch sicher um die scharfe Kurve zu kommen. Sabrina hat nun auch abreißen lassen, das Tempo (30-32 km/h) war ihr zu schnell, nach ca 25 km, kurz vor Tüttendorf hatte ich das starke Bedürfnis die Umgebung zu düngen und ein Trafohäuschen schien mir die beste Gelegenheit zu sein, das ich den Windschatten der Gruppe nicht mehr nutzen war mir egal, zumal die Jungs ab da sowieso auf die Tube drückten. Michael und Felix fuhren vor der RR-Gruße und bekamen so nichts mit von meinem Stop  Auf der Anhöhe hinter mir sag ich Christoph, welch Wunder, mit umgedrehtem Rad seinen Schlauch flicken, einige kleidungstechnische Veränderungen(während dessen wurde ich von Sabrina überholt) und ich setzte die Fahrt fort. Nun alleine traf ich Sabrina 5 km in Gettorf an der Kreuzung wieder, überholte sie wiederum, nicht zum letzten Mal. So langsam stellte sich etwas Hunger ein, denn ich hatte ja nichts gefrühstückt, aber ich dachte die nächsten 25 km bis zur Kontrolle müsste eine Banane reichen. Über Eckernförde(ein kurzer halt beim Supermarkt um Obst und einen Liter Milch zu kaufen), Windebyer Noor und Kosel nach Riseby zur ersten Kontrolle, dabei überholte ich noch einige RRler. In der Kontrolle genehmigte ich mir ein Pause mit Kaffee und dem Liter Milch, an deren Ende die Rennradler, Sabrina und sogar Christoph auftauchen.

Auf den nächsten 22 Km zur Kontrolle nach Kappel fuhr ich durch Wirtschaftswege und wenig befahrenen Straßen, eine schöne Landschaft, auch ein Grund dieses Brevet zu fahren. Nach 45 min war ich dann auf der Brücke über die Schlei in Kappeln. An der Tankstelle stand das  Rad von Felix, er wartete auf uns, Christoph, Felix hatte mit ihm telefoniert, startete ca. 5 min nach mir in Riseby, ich aß eine Banane und trank einen Kaffee. Nach ca. 10 min erschien Christoph und holte sich seinen Stempel, ebenso sahen wir Sabrina auf der gegenüberliegendem Straßenseite, auch sie holte sich ihren Stempel, fuhr aber sofort wieder weiter in Richtung Schleswig.

Der Abschnitt der nun folgende Abschnitt führte 40 km südwestlich entlang der Schlei nach Schleswig, hüglig und immer gegen den Wind, den der kam genau aus dieser Richtung, aber landschaftlich reizvoll. Aufgrund des mangelnden Trainings (200km dieses Jahr auf diesem Rad) fiel Christoph trotz seines leichten Rades an Steigungen zurück, konnte an den folgenden Abfahrten wieder aufholen, zudem fuhr er zuerst vor, um Warm zu werden, Felix und ich brauche erst mal eine Warmlaufphase um auf Betriebstemperatur zu kommen. Nach ca. 5 km gab es den obligatorischen Führungswechsel mit Sabrina und vor Lindau sammelten wir auch wieder einige RRler ein, die sichtlich mit dem Gegenwind zu kämpfen hatten. Vor Schleswig bogen wir in den Süden der Stadt, durchquerten die Fußgängerzone  und fuhren so direkt auf die Kontrolle (wieder eine Tankstelle) zu. Der Gegenwind hatte vorerste eine Ende, ich genehmigte mir wieder einen Kaffee und ein Brötchen, nach ca 20 min fuhren wir weiter Richtung Aschberg.

Auf dem Fahradweg entlag der Bundesstraße 76, bei der ersten Abfahrt waren wir uneins, ob wir weiter dem Radweg folgen oder durch Busdorf fahren sollten. Letztes Jahr fuhren wir Durch Busdorf so wie dieses Mal auch, am Supermarkt links und uber den Kreisverkehr, welcht Teufel da mich Ritt wieder auf die Bundesstraße zu fahren, wußte keiner, aber die beiden anderen pasten auf und wir wendeten rechtzeitig. Felix verglich unsere Fahrt mit dem Streckenplan und Stelte fest, das der über Geltorf führte und wir auf der Kreisstraße paralell dazu fuhren, also die nächste Querstaße rein um in die richtige Richtung zu fahren. Nach Geltorf (mit einer etwas unklaren Wegführung) geangten wir die den Hüttener Bergen, eine wirderum Schöne Landschaft mit vielen kleinen Hügeln auf einsammen Wegen.Munter auf und ab kamen wir dem Aschberg immer näher und ebenso dem dort statfindenen Radrennen. Ich baog auf die Hauptstaße ein, sah vereinzelte Renrader, aber schenkte denen keine weitere Beachtung, bis ich merket, das ICH entgegen dem Strekckenverlauf fuhr, aber die Strekenposten nicht reagieren konnten, weil ich schon vorbei war. Rauf zum Aschberg, ging es trotz der Steigung erstaunlich gut. Dort angekommen war von Felix und Ch istoph nix zu sehen, aber hier standen schon einige Rennräder und drinnen in dem Cafe tummelten sich auch die Fahrer, Ich hole mir den Stempel, blieb aber draußen(drinne war es einfach zu warm) einige RRadler und auch Sabrina trudelten jetzt ein und bestätigten meine Theorie, das Christoph wieder mal einem Platten hatte. Die anderen Fahrer/inen zogen schon davon, da kamen endlich zuerst Felix, dann Christoph an.

Nach 45 min. Felix überredete mich noch auf einen Kaffee zu bleiben. Um 16 Uhr fuhren wir dann weiter richtung Rotenhahn, auf der abfahr kam usn och runwithdog entgegen. Ich mußte noch meine Scheibenbremse nachstellen, kam aber noch rechtzeitig weil die beiden geradeaus weiterfahren wolten, diesen Feher begangen wir 2009 schon, daher konnte ich frühzeitg warnen. Um den Bisten und Wittensee fuhren wir zum Nord-Ostsee-Kanalföhre in Sehestedt. Hier angekommen erstmal ein Schock, da stand außer Betrieb, doch recht legte die Fähre gerade an und wie sich herausstellte war sie nur für Fußgänger und Radfahrer freigegeben. Puhh. Nach dem Übersetzen fing mein Magen an zu knurren, ein schechtes Zeichen und auf der Brücke über die Autobahn kurz vor Westensee wollte ich gar nicht mehr. Feix und ich hielten an, er hatte noch Müsliriegel, Christoph fuhr leiter vor, so daß er von dem Stop erstmal nix mitbekam, aber nach kurzer Zeit doch ankam. So gestärkt konnte ich die Fahrt fortsetzen, es sah aber auch so aus, als konnte Feix die Pause auch gebrauchen. Jetzt fuhren wir duch den Naturpark Westensee bis nach Rotenhahn. Ein  schönes Gebiet, wo wir auch ein paarmal anhielten, nur um Fotos zu schießen. Als wir an der Tankstelle (Kontrolle) ankamen fuhr Sabrina gerade los.

Wir machten keine Pause, sondern holten nur den Stempel und fuhren weiter. Diese Stecke fuhr ich schon am Morgen auf dem Weg zum Start, daher benötigte ich weder GPS, noch Wegbeschreibung. Also machte ich Tempo, direkt hinter Fintbek überholten wir Sabrina (zum wievielten Mal ?), da hatte Christoph auch seinen zweiten PattenFoot in mouth. Mit ca 30-35 km/h stürmte ich vor und die anderen folgten. Ich wollte, auch wenn es kein Rennen ist, um halb 7 am Ziel sein, und das war machbar, wir mußten uns nur ein wenig ins Zeug legenInnocent  In der Stad noch eine keine Unstimmigkeit, den Christoph wollte zu früh abbiegen, doch der Weg hatte Kopfsteinpfaster, lieber eine Querstraße weiter. So schafen wir es auch um 18:30 Uhr anzukommen. Vor ort noch ein wenig Klönschnack warme Brühe und Cola. Eine halbe stunde Später raf dann auch Sabrina ein. 

 

Der Track auf www.gpsies.com

Die Bilder

ARA Schleswig Holstein
Startzeit: 27.März 2010 8:00 Uhr 
Zielzeit  27.März 2010 18:30 Uhr
Gesammtzeit:  10:30 Std
Fahrzeit: 7:45 Std
Kontrollen:

  • 58 km Rieseby
  • 82 km Kappeln
  • 122 km Schlesig
  • 143 km Aschberg
  • 187 km Rotenhahn
  • 208 km Kiel
Letzte Aktualisierung ( Saturday, 24 April 2010 )
 
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