Das Liegerad


Maitour 2007 | Drucken |
Geschrieben von Enno Edzards   
Thursday, 01 May 2008

Emsland – wir kommen !

 

Mai 2007, es ist wieder soweit, eine neu e Frühlingstour soll starten. Martin hat sich mal wie­der richtig ins Zeug gelegt, um seine Touren in den beiden vergangenen Jahren noch mal zu topen.

 

Es ist der 18. Mai 2007 Uhrzeit 9.30 Uhr, Freitag nach Himmelfahrt, unser Standart ­termin – Lagebesprechung und Treffpunkt bei Martin. Die Teilnehmerzahl mit 20 Per­sonen wurde damit aus den vergangenen Jahren schon mal übertroffen. Neben den Oldenburger Liegeradfahrern kommen ei­nige aus Hamburg, Bremen, Aurich und Hannover. Diese 3-Tagestour wird uns durch die Wil­deshauser Geest, das Oldenburger Münsterland und das Emsland führen.  

 

Na, hält das Wetter auch was ich versprochen hab ? 

 

Nachdem Martin zur Aufmunterung kleine Präsente ver­teilt hat, Starten wir zunächst in Rich­tung Sandkrug und dann nach Kirchhatten. Dort angekommen, hat der nette Nachbar von Mar­tin schon für Frühstück open air gesorgt.

Von hier aus geht es weiter über Großenkneten nach Wil­deshausen. Das Ziel dort ist ein Kornbrennerei-Mu­seum, welches wir besichtigen wollen.

Zum Probieren gibt`s leider nichts – ist wohl auch besser so, denn wir sind bei unserer heuti­gen Ta­gesetappe noch nicht am Ziel.

Kornbrennerei-Museum

 

Von Wildeshausen aus führt uns unsere Route nach einer ausgiebigen Mittagspause weiter Richtung Cloppenburg über Visbeck nach Emstekerfeld, wo schon unser Heuho­tel wartet. Die Fahrer, die im Heu schlafen, werden zwi­schen bewohnten Pferdeboxen einquartiert. Ob das eine ruhige Nacht wird?  

Der Pferdeflüsterer

  Ein gemütlicher Grillabend ist schon für uns vorbereitet und lässt unseren ersten Tag auf der Emslandtour ausklingen.

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                           Am nächsten Morgen starten wir gestärkt und ausgesc  hlafen zur zweiten Etappe, auf der wir noch Verstärkung bekommen werden. Nachdem wir Cloppenburg und Werlte passiert haben, treffen wir vor dem Schloß Clemens­werth bei Sögel auf die Emsländer Liegeradfahrer – ein wirklich würdevoller Empfang.

Sie nennen sich die „Moorligger“ und wollen uns ein Stück auf unserem Weg begleiten.

Das war natürlich kein Zufall.

 

 

 

Schloß Clemenswerth

 

 

Nun besteht unsere Gruppe für den Rest des Tages aus etwa 25 Liegeradfah­rern/innen, und die Fahrt geht weiter über Lathen, wo wir die Transrapid-Trasse unterqueren, nach Haren.

  Transrapid-Trasse

Übrigens ist dieses unsere dritte Dreitages-Maitour und gleichzeitig die mit der größten Beteiligung, den ungewöhnlichsten Liegerädern, dem nettesten Herbergsvater und dem schönsten Wetter.


 

 


 

 

Der Herbergsvater vom Heuhotel Meutstege in der Nähe von Haren.

 
  Fertige Jungs 

 

 Die Mädels sind noch gut drauf !

 

 

 

 

 

 

 
Im Heuhotel Meutstege angekommen hat man dort schon ein leckeres Abendessen für hung­rige Radfahrer vorbereitet. Gemeinsam mit den „Moorliggern“ wurde es dann noch ein sehr schöner Abend mit viel Spaß und viel Mut. Den brauchen wir nämlich bei Probefahrten auf ei­nem Liegerad-Tandem, dem sogenannten „back-to-back“(Rücken-an-Rücken) im Dunkeln. Das ist schon ein komisches Gefühle, mit dem Rücken zur Fahrtrichtung zu sitzen, wahr­scheinlich ist das Fahrrad hauptsächlich für Rennen gedacht.

 

 

 Mit unserem Herbergsvater und seiner unkonventionellen Art seinen Betrieb zu führen (Gib mir ´n Euro, kriegste ein Bier)

wurde der Abend dann auch noch ziemlich spaßig, schließlich mussten auch noch die Sieger vom Bauerngolf geehrt werden.


Der nächste Morgen und wir sagen:

„ Tschuß  Vadder Meutstege und Familie, war nett bei euch.“ 

 

Dritter Tag, d as bedeutet – es geht wieder hei mwärts. Es ist Sonntagmorgen, wir f ahren wieder durch Haren, und die Sonne lacht u ns ins Gesicht.

 

 

 

 

 

Dritter Tag und die Pizza ist immer noch nicht auf.

 

 

 

Pennen im Heuhotel, und das mit Heuschnupfen - da schlag ich doch lie­ber mein Zelt auf.

 

 

                                                          Unsere heu­t  ige Route verläuft überwiegend durch frühere Moorgebiete und wir passieren Werpeloh, Börger, Breddenberg, Hilkenbrook, Gehlenberg. Wenig bedeutungsvolle Ortscha f­ten, die man wohl nur kennt, wenn man sich, wie wir, mal in diese Gegend verirrt. Nun aber nähern wir uns Friesoythe und dem Küstenkanal, wo der heutige Tageshöhepunkt auf uns wartet. Wir be­suchen dort den Flugplatz für Ultra-Leichtflug­zeuge, eigentlich ist das nur eine grüne Wiese mit Halle.

Auch hier werden wir mal wieder verwöhnt. Zwei nette, junge Damen erwarten uns schon mit Kaf­fee und Kuchen, ist eben eine Fahrradtour mit Verwöhnpaket.

W ir bekommen interessante kleine Fluggeräte zu sehen, die wir auch bei ihren Starts und Landungen beobachten können. Alles wunderbar, nur fahren wir lieber auf einem Liegerad mit Bodenhaftung.

Liegerad trifft Flugzeug

 

 

 

Nach Hause fahren

 

 

  Verwegene Typen – von der Straße gezeichnet. Aus dem Lexikon: verwegen [ver·we·gen]

Adj; so mutig, dass man zu hohem Risiko bereit ist « draufgängerisch <ein Bursche; ein Plan> || hierzu Ver·we·gen·heit die

 

 

 

 

A m späten Nachmittag brechen wir dann zu unserer letzten Etappe nach Oldenburg auf, wobei wir zunächst Friesoythe durchfahren um dann an den Küstenkanal zu gelangen. Ab hier können alle Navigationsge­räte abgeschaltet und Fahrrad­karten eingepackt werden. Der Weg am Kanal entlang führt nämlich auf direktem Wege nach Oldenburg.

Das war wieder einmal eine tolle Tour, auf der alles, bis auf den Verlust einer Jacke und eines Schlafsacks, prima geklappt hat und die wieder besten organisiert war.

Da bleibt uns nur noch danke zu sagen an Martin für seine Organisation, an Renate, Martins Frau, (und ihre Schwester) für die Versorgung mit Kaffee und Kuchen beim Flugplatz und an den freundlichen Nachbarn für die Frühstückspakete in Kirchhatten.

Vielleicht sehen wir uns im nächsten Jahr alle wieder zur Maitour 2008.


GPS Track auf www.gpsies.com 
Letzte Aktualisierung ( Monday, 15 September 2008 )
 
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